Arbeitsgemeinschaft der Werkstatt für Kultur e.V. 
Spiritualität & Begegnung
November 2004
Im Filmkunstkino bambi, Bogenstr.3,33330 Gütersloh
Vorwort zum Forum 
 Vorwort 
 Flüchtig betrachtet, scheint Spiritualität und Begegnung ein Gegensatz zu sein: leicht wird Spiritualität reduziert dargestellt als die Abkehr von der lauten Welt, der Rückzug ins Innere, die Suche nach dem Geistigen jenseits dieses Alltagslebens. Begebe ich mich aber auf den Weg, dann stelle ich fest, dass Spiritualität mehrere Formen der Begegnung bereits beinhaltet und
 nicht nur Selbstzweck ist. 
 - Zunächst begegne ich mir selbst. 
 - Auf der Suche nach geistigen Prinzipien lerne ich das 
   Übergeordnete, Verbindende kennen, das unabhängig  ist von den bisher 
   gekannten Festlegungen. 
 - Dies verschafft mir eine neue Sicht der Dinge, bestenfalls 
   sogar eine neue Lebenshaltung und damit 
 - neue Möglichkeiten, den Mitmenschen, den Situationen, 
   dem Raum um mich herum anders zu begegnen als 
   bisher. 
 Es gibt viele Wege, zu diesen Zielen zu gelangen, diese Begegnungen zu erfahren: traditionelle und moderne Methoden. Wir möchten einige aufzeigen. Wählt Euch aus, was zu Euch passt! 
 Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch. 
 Eure filasofia-Vorbereitungsgruppe 

Vorträge: 

 Jiddu Krishnamurti- Ein Leben in Freiheit 
 filasofia-Vortrag mit Filmausschnitten  Di. 9.11.04 20.00h 

 Referenten: Marion Paschköwitz & Oliver Groteheide 
 Jiddu Krishnamurti wurde am 12. Mai 1895 in Mandanapalle, Südindien geboren. Als er 14 Jahre alt war,
 begannen führende Persönlichkeiten der Theosophischen Gesellschaft Indiens sich seiner besonders
 anzunehmen.Sie betrachteten ihn als den kommenden «Weltlehrer», den sie verkündet hatten. .Schon mit 15
 Jahren machte man ihn zum Oberhaupt des weltumspannenden theosophischen Ordens «Star of the East».
 Krishnamurti wurde weltweit bekannt als ein kraftvoller, kompromissloser, nicht kategorisierbarer Lehrer,
 dessen Reden und Schriften keine Verbindung zu bestimmten Religionen oder philosophischen Systemen
 hatten und die weder östlich noch westlich waren. Zum Entsetzen seiner theosophischen Umgebung löste
 Krishnamurti den Sternenorden, dem mehrere tausend Mitglieder angehörten, am 3. August 1929 auf: In einer
 Rede vor 3'000 Sternenorden-Mitgliedern teilte er seinen denkwürdigen und wohlüberlegten Entscheid öffentlich
 mit. Er sagte in dieser Rede unter anderem; «Ich behaupte, dass die Wahrheit ein wegloses Land ist.» - «Mein
 einziges Interesse besteht darin, den Menschen absolut und unbedingt frei zu machen». Für den Rest seines
 Lebens widersetzte er sich dem Guru-Status, den andere ihm aufdrängen wollten. Er bereiste weiterhin viele
 Teile der Welt und sprach überall sowohl vor grossem Publikum als auch mit zahlreichen Einzelpersonen aus
 allen sozialen Schichten. Er wollte jedoch keine Autorität sein, er akzeptierte keine Anhänger und er sprach
 immer von Mensch zu Mensch.«Schaffen Sie sich bitte kein Bild vom Sprecher. Der Sprecher ist nicht sehr
 wertvoll -was bedeutungsvoll ist, ist das, was er sagt»... 
 Der Kern seiner Lehre war die Erkenntnis, dass die Gesellschaft nur grundlegend verändert werden kann, wenn
 das Bewusstsein des Einzelnen transformiert wird. Er lehrte, dass die Menschheit die Umwelt, in der sie lebt,
 selbst kreiert hat, und dass nur die Transformation der menschlichen Psyche die Gewalt und das Leiden, die
 seit Jahrtausenden in der Welt herrschen, beenden könne. Er betonte in seinen Reden immer wieder die
 Notwendigkeit der Selbsterkenntnis und das Verstehen der einengenden, trennenden Einflüsse der kulturellen,
 religiösen und nationalistischen Prägungen und Konditionierungen. Sein Ziel war, die Menschen psychologisch
 zu befreien, damit sie in Harmonie mit sich selber, mit der Natur und mit den anderen leben können. Im Vortrag
 möchten wir versuchen, einen Eindruck von Krishnamurti zu vermitteln und vor allen Dingen die Aktualität seiner
 Aussagen für das Leben der Gegenwart verdeutlichen. 
 Marion Paschköwitz ist seit 28 Jahren als Körpertherapeutin in freier Praxis tätig und gibt eigene spirituelle
 Seminare. 
 Oliver Groteheide ist Referent für geistige Entwicklungswege, Mitglied der AG filasofia und Leiter der
 Filmkunstkinos GT 
 

 Jiddu Krishnamurti 
 7. Rede von Saanen 1980 
 Mi. 17.11. um 20h Dokumentarfilm 
 Es handelt sich um eine abgefilmte Rede. Themen: Gibt es etwas heiligen im Leben? 
 Warum schafft sich der Mensch Bilder? Was ist Meditation? Gewohnheiten stumpfen den Geist
 ab! 

 Du & Ich als Spiegel für einander 
 filasofia-Vortrag : Freitag, 12.11.04 

 In unserem gesellschaftlichen und sozialen Leben wie in unseren intimen und familiären Beziehungen erliegen
 wir all zu oft einer ganz menschlichen Schwäche: wir machen den Anderen für unsere eigenen Gefühle oder
 Erfahrungen verantwortlich. Das Leid, das dadurch entsteht, können wir durch die Untersuchung einer einfachen
 Frage umgehen: Ist es möglich, dass die Mitmenschen, die wir ablehnen, bekämpfen, anhimmeln oder
 beneiden uns etwas über unsere eigenen noch unerkannten, ungelebten oder abgelehnten Anteile lehren? 
 Wann immer wir diese Möglichkeit bejahen, werden unsere Nächsten zu Spiegeln für uns. 
 Sie spiegeln uns in unzähligen unterschiedlichen Formen und individuellen Persönlichkeiten und bleiben
 grundlegend doch immer eins: Menschen wie Du und ich. 
 Wenn wir den Anderen als menschlichen Spiegel anerkennen, werden Konflikte zu einer Chance, unsere
 ungeliebten, abgelehnten oder heiß ersehnten Aspekte zu integrieren, unsere eigene Identität und unser
 Bewusstsein zu erweitern. Wir öffnen eine Tür zu mehr Mitmenschlichkeit, zu mehr Selbstverantwortung und
 Frieden in unserem Leben und erfahren Beziehungen mit anderen Menschen als grundlegend bereichernd. 
 Ulla-Laya Aulenbacher 
 ist Mutter eines Sohnes, Reikilehrerin und Dozentin am Kolleg für Biopraktik, seit 1989 in freier Praxis tätig. Sie
 studierte Psychologie und ist international ausgebildet in verschiedenen Methoden von Energie- und
 Bewusstseinstraining. 

 Du und ich sind Spiegel.... 
 filasofia-Workshop 
 Samstag 13.11.04, 10-14.30 Uhr 
 Der Workshop gibt Ihnen die Gelegenheit, die obigen Aussagen ganz praktisch zu erforschen und
 mögliche Konflikte zu erlösen. Es wird ein Raum erschaffen, der geistige Klarheit, inneren Frieden
 und wahrhaftige Begegnung ermöglicht. Kosten: 20,- Euro. Bitte Pausensnack mitbringen. 

 Siddhartha 
 Film mit Einführung Di. 23.11. 20h 
 NachHermann Hesse 

 Die Verfilmung von Conrad Rooks besticht durch die herrlichen Landschaftsaufnahmen des
 berühmten Kameramanns Sven Nykvist. 
 Nach dem Bestseller-Roman des deutschen Nobelpreisträgers Hermann Hesse wird die
 entwaffnend einfache Geschichte eines jungen Brahmanen und seiner Suche nach dem Sinn des
 Lebens geschildert..( Euro 5,50, Erm. 4,50) 
 

Menschenbegegnung unter dem Gesichtspunkt der Schicksalsfragen  
 (Dr. Werner Rauer) 
 filasofia-Vortrag: Fr. 26.11.04, 20.00h 
 Referent: Dr. Werner Rauer 

 Ohne Frage sind die Begegnungen von Mensch zu Mensch im Alltagsleben, aber vor allem auch im Rahmen
 unserer Biographie wichtiger Inhalt unseres Lebens. Oft bemerken wir erst in der Rückschau auf einen
 Lebensabschnitt, was dieser oder jener Mensch für uns für eine Bedeutung hatte oder auch noch hat. Hier tut
 sich manches Rätsel auf. Wir könnten unter dem Gesichtspunkt der wiederholten Erdenleben und der Frage
 nach den Gesetzen von Schicksalsgestaltungen an solche Rätsel ganz anders herantreten . Eine tiefere
 Ursachlichkeit würde uns zumindest ahnend aufgehen und uns sicher öfter vor einem allzu schnellen Urteil
 bewahren. Leiden und Freuden bekämen ein anderes Gesicht. Eine neue Lebenssicherheit stellt sich ein. Über
 diese Fragen soll aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft heraus gesprochen werden. W. Rauer 
 Werner Rauer  wurde 1926 in Kiel geboren. Im Weltkrieg war er drei Jahre Soldat. Danach Studium der
 Mathematik, Physik und Astrophysik in Kiel, Arbeit an der Sternwarte in Göttingen und Überwechseln an die
 Waldorfschule in Rendsburg.  
 Hier unterrichtete er über 20 Jahre in der Oberstufe. Dann bis heute Tätigkeit am “Institut für Waldorfpägogik “ in
 Witten als Dozent. 
 

 Walter Benjamin: Profane Erleuchtung 
 filasofia-Vortrag : Mi. 3.11.04. 20h 
  Referent: Dr. Rainer Otte 

 Wo soll man eigentlich seine Erleuchtungen suchen? Walter Benjamin (1892-1940), Philosoph, Literaturkritiker
 und Filmtheoretiker, gab auf diese Frage Antworten, die bis heute verstören. Mitten im modernen Leben können
 "spirituellle" Erfahrungen den Menschen treffen. Sie kommen plötzlich, sind unberechenbar und halten sich
 überhaupt nicht daran, auf eine "religiöse" oder "spirituelle" Atmosphäre begrenzt zu sein. Die Begegnung mit
 dem anderen Menschen, die Erinnerung an einen fast vergessenen Geschmack,' eine Szene in einem Kinofilm
 oder ein unerwarteter Gedanke lassen uns Schwellen überschreiten. In den Blick kommen Erfahrungen, die uns
 radikal verändern können. In einer poetischen Sprache hat Benjamin sie beschrieben. Sein Werk verbirgt
 ungewöhnlich reiche und subtile Gedanken, die um diese Begegnungen kreisen. Da ist die Rede von der
 Erfahrung der Kindheit, dem Spielzeug, den großen Bahnhöfen oder von alltäglichen Dingen, hinter denen sich
 Appelle verbergen. Wir wollen an diesem Abend mit Benjamin durch diese Welt gehen. 
 Dr. Rainer Otte ist Philosoph, Filmemacher Wissenschaftsjournalist. 

 Workshops: 
 Ein Kurs in Wundern 
 filasofia-Workshop  Samstag 23.10. 10-13h 
 Leitung: Oliver Groteheide, EUR. 8,- 
 Anmeldung erforderlich 
 Der "Kurs" ist ein epochales spirituelles Lehrwerk, welches den geistigen Weg in der Form eines praktisch
 orientierten freien Eigenstudiums vermittelt. Er ist gänzlich frei von Autoritäten und Liturgien und zielt einzig
 darauf ab, dass wir  unsere Einstellungen hinterfragen. Die Veränderung unserer Wahr-nehmung zur Wahrheit
 hin definiert der "Kurs" als das Wunder. 
 Der Workshop wendet sich an Menschen, die sich ernsthaft mit einer spirituellen Entwicklung befassen bzw.
 einen klaren Entschluss in diese Richtung getroffen haben. Das Thema an diesem Vormittag wird sein: Die
 Heilung  von Beziehungen 

 Sa.+So. 6.+7.11. 
 Liebe eine Begegnung. Sokratische Gespräche 
 filasofia-Workshop : Sa. 6.11. 10-17.30h+ So.7.11. 10-15h,  EUR.40,- 
 Leitung: Anette Meier-Eickhoff & Gudrun Pelster 
 “Je weniger ich im ganzen an unsere Zeit glauben kann, je mehr ich das Menschentum verkommen und
 verdorren zu sehen meine, desto weniger stelle ich diesem Verfall die Revolution entgegen und desto mehr
 glaube ich an die Magie der Liebe.”   Hermann Hesse 
 "Lieben – lieben, das ist es. Lieben ist alles."  Ingeborg Bachmann 
 Schnell ist gesagt: Ich liebe Dich. Was aber bedeutet dieser Satz in seinem Wesen, bedeutet er vollkommene
 Akzeptanz des anderen und sich selbst? Kann sich Liebe ausschließlich nur auf eine Person beziehen, oder...?
 Was genau ist damit gemeint? Woran wird `Liebe` festgemacht, ist es nur ein Gefühl oder doch mehr z. B.
 aktives Handeln? Was verbirgt sich hinter dem Phänomen der `Liebe`? Jeder Mensch versteht anderes unter
 diesem Begriff. Welche Gemeinsamkeiten gibt es aber dennoch? Können wir in der Liebe anderen und uns
 selbst begegnen? In einem Sokratischen Dialog ist es Ziel, diese Gemeinsamkeiten herauszufinden. Nach
 Detlef Horster ist sie “Mittel zum Denken” und geprägt durch aktives Zuhören, gegenseitiges Verstehen und neue
 Einsichten. Durch konzentriertes Nachdenken, sprachliche Genauigkeit, Fragen stellen und andere, erweiterte
 Perspektiven soll die Gruppe einen Konsens über das Wesen der Liebe finden. Das Sokratische Gespräch fußt
 im Konkreten, so dass von selbst gewählten Beispielen der Teilnehmenden aus ihrem Alltag ausgegangen
 wird. 
 Teilnahme: max. 12 Personen. Verpflegung + Getränke bitte mitbringen. 
 Anette Meier Eickhoff ist Referentin für Frauenfragen mit dem Schwerpunkt Politik und Bildungsfragen. 
 Gudrun Pelster ist ausgebildeter Coach  und Diplom-Pädagogin. Freiberuflich tätig als Dozentin und
 Moderatorin. 

 Achtsamkeit- Gegenwärtigkeit 
 filasofia-Workshop in Rheda 
 Samstag 13.11.,10-15h EUR. 25,- Anmeldung: 05242/55856 
 Die Klänge erreichen Dich über Dein ganzes Sein und können Dein Herz öffnen. Ich möchte Euch in Kontakt
 bringen mit nepalesischen Klangschalen, Zimbeln, großen und kleinen Gong´s und der Möglichkeit, Eure
 eigene Stimme zur Unterstützung des Energieflusses und somit Eures Wohlbefindens zu nutzen. Die
 Klangschalen werden wir nicht nur hören, sondern wir legen sie auch auf unterschiedliche Körperbereiche,
 schlagen sie an und werden sozusagen von den Klangschalen massiert. Das Loslassen von Problemen, das
 Lösen von Verspannungen und Blockaden und das Aktivieren von Selbstheilungskräften sind einige der
 wichtigsten Merkmale der Klangmassage. 
 Es ist mir ein Anliegen, den achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen zu fördern, und ich freue mich sehr
 auf die wahren Begegnungen von Herz zu Herz. 
 Marion Paschköwitz ist seit 28 Jahren als Körpertherapeutin in freier Praxis tätig und gibt eigene spirituelle
 Seminare. 

 Die Innere Verbundenheit  oder wieso begegne 
 ich gerade diesem Menschen oder Ding in mein Leben? 
 filasofia-Workshop  Samstag 27.11.04 10-15h 
 Wissen Sie warum die Welt Ihnen so begegnet? Nein. Sei neugierig, es kann spannend sein manche Antworten
 zu finden. Ein Einblick in die Arbeit mit Attitudinal Healing. Beitrag: Euro 25,- 
 Attitudinal Healing 
 Das Konzept von „Attitudinal Healing“ basiert auf der Vorstellung, dass es möglich ist, Frieden zu wählen statt
 Konflikt und Liebe statt Angst.  Gesundheit wird als innerer Frieden definiert und Heilung als der Prozess, die
 Angst loszulassen. 
 Charlotte Pennington 
 Im Mai 1966 ist Charlotte Pennington von San Francisco 
 nach Bielefeld gezogen.  Sie lernte im Herbst 1990 das 
 Attitudinal Healing Center, gegründet von Gerald 
 Jampolsky, kennen. Seit 1994 arbeitet sie mit 
 „Attitudinal Healing“ und „Ein Kurs in Wundern“. 
 

 Interesse für den anderen Menschen. 
 Fühlen, Bewußtwerden, Handeln 
 filasofia-Workshop  Samstag 20.11.04, 10-13h 
 Leitung: Karin Schweer  EUR. 8,- 
 Im Alltagsleben geht unser Fühlen, Denken und Handeln meist unbewußt ineinander über. Oft wäre es aber
 besser, gezielt aus dem Denken oder dem Gefühl heraus zu handeln oder auch sich zurück zu halten. Aus der
 Anthroposophie Rudolf Steiners gibt es Übungen, die verschiedenen Seelenanteile bewußter wahrzunehmen
 und zu handhaben. Einige dieser Übungen werden vorgestellt und erprobt. 
 Karin Schweer beschäftigt sich seit ca 15 Jahren mit Theorie und Praxis der Anthroposophie und 

 

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